Das Buch

Erst gab es eine Idee, dann ehrenamtliches Engagement in Form von Yoga, dann eine Freundschaft, dann ein Buch und dann wurde citizen2be gegründet. Das eine bedingte jeweils das andere – aus innerem Drang und tiefster Überzeugung

Viele kennen das: Sie sehen oder hören die Berichterstattungen über Geflüchtete und denken sich »Eigentlich müsste ich mich engagieren!«. Die Frage ist nur, wie und wo? Ähnlich ging es auch der Autorin Bettina Schuler, die eines Tages kurzentschlossen zum Hörer griff und in einem Berliner Flüchtlingsheim anrief. Wenige Tage später gab sie dort für Frauen ihre erste ehrenamtliche Yogastunde. Was es tatsächlich bedeutet, ein Ehrenamt zu übernehmen, erfuhr sie erst, nachdem sie die Frauen dort besser kennenlernte.

Von Anfang an dabei war die aus Syrien geflohene Arwa Idrees. Zwischen den beiden Frauen entwickelte sich eine Freundschaft, die ihnen zeigt, dass eine Kommunikation auf Augenhöhe der Schlüssel zu einer gelungenen Integration ist. Die Geschichte dieser Freundschaft mit all ihren Berg- und Talfahrten – wobei die Talfahrten meist der deutschen Bürokratie geschuldet sind – wird in »Norahib bikom heißt Willkommen« erzählt. Arwa, die mit ihrer Familie sechs Monate auf der Flucht war, landet ungewollt in Deutschland. Schnell entpuppt sich der vermeintlich sichere Hafen als Behördenirrenhaus. In Bettina Schuler findet die syrische Familie eine Vertraute, die ihnen im Bürokratiewahnsinn und Papierdschungel zur Seite steht.

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Das Buch erzählt humorvoll von dieser besonderen zwischenmenschlichen Begegnung und zeigt, wie absurd der Umgang mit Geflüchteten in Deutschland zuweilen gehandhabt wird und wie bereits kleine Gesten helfen.

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Trailer zum Buch:


Wie es weitergeht:

Das Buch endet im Winter 2015. Doch seitdem ist natürlich noch sehr viel geschehen. So wird den meisten syrischen Geflüchteten mittlerweile nur noch subsidiärer Schutz gewährt. Was bedeutete, dass ihr Recht auf Familiennachzug für zwei Jahre ausgesetzt wird. Und weshalb der Mann von Arwas Schwester Omaima noch immer nicht hier in Deutschland bei seiner Familie ist. Schlimm für Omaima und ganz besonders für ihren achtjährigen Sohn, der die Situation natürlich nicht versteht. Und nur eines möchte: mit seinem Vater wieder zusammen zu sein. Doch das geht leider nicht.

Auch sonst hat sich vieles getan: Hani ist mittlerweile auf einer Waldorfschule, wo er sein Abitur nachholen will. Und auch sonst wird immer mehr ein ganz normaler deutscher Teenager.

Arees ist mittlerweile achtzehn und tätowiert. Und hat auch keine Angst mehr, alleine in einen Club zu gehen.

Samer, Arwas Mann, lernt mittlerweile Deutsch. Aber er tut sich schwer. Es hat lange gebraucht, bis er hier ankommen war. Kein Wunder, nach seiner langen Flucht und den damit verbunden Erfahrungen.

Arwa kommt weiterhin regelmäßig in die Yogastunden ihrer Freundin Bettina.

Bettina gründete citizen2be, um nicht nur Yoga, sondern auch Yoga-Therapie anbieten zu können und einen Ort für Integration zu schaffen.

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